
Tableau Retrait de Permis Suisse: Aktuelle Entzugsregeln
Wer in der Schweiz zu schnell fährt, spielt nicht nur mit einem Bussgeld – ab gewissen Schwellenwerten droht der Führerausweisentzug. Das Tableau reicht von einer einfachen Verwarnung bei 16 km/h Überschreitung bis zu zwei Jahren Entzug bei Raserdelikten. Diese Übersicht fasst die geltenden Regeln zusammen, damit Sie wissen, wo die Grenze zwischen Ordnungsbusse und ernsthaftem Entzug verläuft.
Mindestentzug bei mittelschwerer Infraction: 1 Monat · Überschreitung innerorts ab: 25 km/h · Überschreitung außerorts ab: 30 km/h · Entzug bei Vorstrafen: 4 Monate minimum
Kurzüberblick
- Innerorts droht ab 25 km/h Überschreitung ein Entzug von mind. 3 Monaten (Bundesamt für Strassenverkehr SVSA)
- Außerorts beginnt der Entzug bei 30 km/h zu viel (Bundesamt für Strassenverkehr SVSA)
- Verwarnung gibt es bereits ab 16 km/h innerorts (Bundesamt für Strassenverkehr SVSA)
- Exakte kantonale Unterschiede bei Vaud, Valais und Genève – bundesrechtlich geregelt, aber kantonal unterschiedlich angewendet
- Übertragbarkeit von Schweizer Entzügen auf EU-Führerscheine – ADAC bestätigt internationale Wirkung
- Detaillierte Kosten der Fahreignungsuntersuchung – nicht öffentlich einheitlich dokumentiert
- Bussenkatalog gilt 2026 unverändert (Vertragshilfe.ch)
- Rückfall innerhalb 2 Jahren führt zu härteren Sanktionen – Mindestdauer verdoppelt sich auf 4 Monate (Vertragshilfe.ch)
- Bei Raserdelikten: mind. 2 Jahre Entzug und Fahreignungsuntersuchung
- Französische Fahrer: Entzug wirkt international über EU-Abkommen
Das Strafmass richtet sich nach dem Überschreitungsbetrag. Bis 15 km/h innerorts bleibt es bei einer Ordnungsbusse – etwa 40 CHF bei 1-5 km/h zu viel.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Mindestdauer Entzug | 1 Monat |
| Bei Antécédents (Rückfall) | 4 Monate |
| Tier 1 Quelle | svsa.sid.be.ch, sg.ch, zh.ch |
| Geschwindigkeitsgrenze Innerorts für Entzug | 25 km/h |
| Offizielle Tabelle | ch.ch Dépassements de vitesse |
Was ist die Grenze für einen Führerscheinentzug in der Schweiz?
Die Schweiz unterscheidet klar nach Zonentyp. Innerorts gilt eine strengere Schwelle als auf der Autobahn – was auf den ersten Blick überrascht, aber mit dem unterschiedlichen Gefährdungspotenzial erklärt wird. Wer innerhalb geschlossener Ortschaften erwischt wird, muss früher mit dem Entzug rechnen als jemand, der auf der Autobahn zu schnell fährt.
Grenzen bei Geschwindigkeit
Die relevanten Schwellenwerte für einen Führerausweisentzug sind bundesweit einheitlich geregelt. Das Bundesamt für Strassenverkehr legt fest, dass innerorts ab 25 km/h zu viel der Führerausweis für mindestens 3 Monate entzogen wird (SVSA Bundesamt für Strassenverkehr). Außerorts verschiebt sich diese Grenze auf 30 km/h Überschreitung, auf der Autobahn sogar auf 35 km/h.
In einer 30-Zone mit mindestens 40 km/h zu fahren, gilt nach Kanton St. Gallen als Raserdelikt mit mind. 2 Jahren Entzug und einer Fahreignungsuntersuchung.
Alkoholgrenzen
Alkohol am Steuer folgt eigenen Regeln. Ab 0,5 Promille drohen Sanktionen, bei Wiederholungstätern entsprechend härtere. Bereits zwei Bier können bei mancher Konstitution die 0,5-Promille-Grenze überschreiten.
Andere Infractionen
Neben Geschwindigkeitsüberschreitungen führen auch Handy am Steuer (100 CHF) und das Nichtanschnallen (65 CHF) zu Bussen. Diese gelten als Ordnungswidrigkeiten und führen nicht direkt zum Entzug, können aber bei wiederholten Verstössen die Bewertung der Fahreignung beeinflussen.
Welche Fälle führen zum Entzug des Führerscheins?
Nicht jede Überschreitung endet gleich. Die Schweizer Rechtsprechung unterscheidet zwischen leichten Ordnungsbussen, Verwarnungen und tatsächlichen Entzügen. Die Kategorisierung hängt von der Schwere des Verstosses und allfälligen Voreinträgen ab.
Geschwindigkeitsüberschreitungen
Das Strafmass richtet sich nach dem Überschreitungsbetrag. Bis 15 km/h innerorts bleibt es bei einer Ordnungsbusse – etwa 40 CHF bei 1-5 km/h zu viel (Fahrlehrervergleich.ch). Bei 6-10 km/h steigt die Busse auf 120 CHF, bei 11-15 km/h auf 250 CHF.
Alkohol und Drogen
Alkoholverstösse werden separat gehandhabt. Bereits ab 0,5‰ können Massnahmen ergriffen werden, bei höheren Werten oder Wiederholung wird der Entzug entsprechend verlängert. Eine Fahreignungsuntersuchung kann angeordnet werden.
Unfälle
Wer einen Unfall verursacht, bei dem Personen zu Schaden kommen, muss mit einem automatischen Entzug rechnen. Die Dauer hängt von der Schwere des Falls ab. Im Kanton Bern etwa wird in solchen Fällen regelmässig eine aptitude-Prüfung verlangt.
Was ist das Tableau der Radarstrafen in der Schweiz?
Das offizielle Bussenkatalog deckt sämtliche Überschreitungsszenarien ab. Anders als in manchen Nachbarländern gibt es in der Schweiz keine festen Punktwerte – stattdessen wird die Sanktion direkt nach der Überschreitungshöhe und der Zone bestimmt.
Strafen 2026 Übersicht
Die Bussensätze für leichte Überschreitungen sind gestaffelt. Innerorts 1-5 km/h kostet 40 CHF, bei 6-10 km/h sind es 120 CHF, bei 11-15 km/h 250 CHF (Fahrlehrervergleich.ch). Ab 16-20 km/h innerorts folgt eine Anzeige mit Verwarnung.
Für die Autobahn gelten tiefere Sätze: bis 5 km/h sind es nur 20 CHF, bei 6-10 km/h 100 CHF. Der Bussenkatalog gilt 2026 unverändert, wie der Vertragshilfe.ch berichtet (Vertragshilfe.ch).
Zone 50 Besonderheiten
In Tempo-50-Zonen gelten die gleichen Regeln wie sonst innerorts. Besonders heikel: Wer in einer 30-Zone mit mindestens 40 km/h erwischt wird, gilt als Raser und riskiert zwei Jahre Entzug plus bedingte Haft.
Regionale Unterschiede
Die Kantone St. Gallen und Zürich wenden identische Schwellenwerte an. Der Kanton St. Gallen bestätigt: bis 15 km/h innerorts bleibt es bei einer Ordnungsbusse, bei 16-20 km/h folgt eine Verwarnung oder bei Rückfall ein Entzug, bei 21-24 km/h sind es mindestens 1 Monat Entzug (Kanton St. Gallen).
Das Muster ist einheitlich: St. Gallen bestätigt, dass Überschreitungen zwischen 21-24 km/h innerorts einen Entzug von mindestens einem Monat nach sich ziehen, während 25-29 km/h bereits mindestens drei Monate Entzug bedeuten. Außerorts gilt bis 20 km/h nur eine Ordnungsbusse.
Welche Arten von Führerscheinentzügen gibt es?
Das Schweizer Recht kennt drei Kategorien von Verstössen, die jeweils unterschiedliche Konsequenzen haben. Die Unterscheidung zwischen Ordnungswidrigkeit, Vergehen und Verbrechen bestimmt nicht nur die Strafe, sondern auch die Frage, ob ein Strafregistereintrag erfolgt.
Ordnungswidrigkeit
Leichte Geschwindigkeitsüberschreitungen (bis 15 km/h innerorts) gelten als Ordnungswidrigkeiten. Die Konsequenz ist eine Busszahlung ohne weiteren Eintrag. Betroffene zahlen die Busse und behalten ihren Führerausweis ohne weitere Massnahmen.
Vergehen
Überschreitungen ab 16 km/h innerorts werden als Vergehen eingestuft. Die erste Konsequenz ist eine Verwarnung, bei Wiederholung folgt der Entzug. Diese Stufe führt zu keinem Strafregistereintrag, sofern es bei einer Verwarnung bleibt.
Verbrechen
Schwerste Verstösse wie Raserdelikte gelten als Verbrechen. Hier droht nicht nur ein langer Entzug, sondern auch eine bedingte Haftstrafe. Raserdelikte werden zwingend im Strafregister eingetragen (Fahrlehrervergleich.ch).
Wird ein Führerscheinentzug im Strafregister eingetragen?
Die Antwort hängt von der Schwere des Verstosses ab. Wer wegen einer mittelschweren Überschreitung den Führerausweis entzogen bekommt, muss nicht zwingend mit einem Eintrag im Schweizer Strafregister rechnen – bei schweren Fällen sieht es anders aus.
Auswirkungen auf Strafregister
Leichte Führerausweisentzüge werden in der Regel nicht im Strafregister (Casier judiciaire) eingetragen. Erst bei Verbrechen, also Raserdelikten, erfolgt ein solcher Eintrag. Dies ist relevant für Arbeitgeber, die bei Bewerbern ein erweitertes Führungszeugnis verlangen.
Für Ausländer
Französische Staatsbürger und andere EU-Angehörige sollten beachten: Die Schweiz erkennt EU-Führerscheine an, aber Führerausweisentzüge können international wirken (ADAC). Über das EU-Führerscheinübereinkommen werden Informationen ausgetauscht, was bedeutet, dass ein Entzug in der Schweiz auch im Heimatland Konsequenzen haben kann.
Wiedererlangung
Nach Ablauf der Entzugsfrist muss der Führerausweis nicht automatisch zurückgegeben werden. In manchen Fällen ist eine Fahreignungsuntersuchung (aptitude-Prüfung) erforderlich, deren Kosten der Betroffene selbst trägt.
Das Strafregister erfasst Geschwindigkeitsüberschreitungen nach ihrer Schwere. Für mittelschwere Verstösse beträgt die Mindestdauer ein Monat, bei Vorstrafen verlängert sich die Mindestfrist auf vier Monate.
| Überschreitung | Innerorts | Außerorts | Autobahn |
|---|---|---|---|
| 1-5 km/h | 40 CHF | 40 CHF | 20 CHF |
| 6-10 km/h | 120 CHF | 100 CHF | – |
| 11-15 km/h | 250 CHF | – | – |
| 16-20 km/h | Verwarnung | 240 CHF | – |
| 21-25 km/h | 1 Monat Entzug | 260 CHF | – |
| Ab 25 km/h | 3 Monate Entzug | 1 Monat Entzug | – |
| Ab 30 km/h | – | 3 Monate Entzug | – |
| Ab 35 km/h | – | – | 3 Monate Entzug |
| Raserdelikt (z.B. 40 km/h in 30-Zone) | 2 Jahre Entzug + Haft | – | – |
Das zentrale Fazit: Schon eine Überschreitung von 21 km/h innerorts kostet mindestens einen Monat Fahreignung. Wer häufiger zu schnell fährt, riskiert wegen Rückfalls innerhalb 2 Jahren eine Verdoppelung der Mindestdauer auf 4 Monate.
“Geschwindigkeitsbegrenzungen sind Verkehrsregeln. Gemäss dem Bundesgericht müssen Sie nach einem erstmaligen Verstoss gegen diese Regeln grundsätzlich mit folgenden Konsequenzen rechnen.”
“Das führt zwingend zu einer bedingten einjährigen Haftstrafe und zwei Jahren Führerscheinentzug.”
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Während in der Schweiz strenge Entzugsfristen gelten, erlaubt in Frankreich ein Punkte-Rückgewinnungskurs die Wiederanschaffung von vier Punkten auf dem Führerschein.
Häufig gestellte Fragen
Welche Sanktion droht bei 20 km/h zu viel?
Bei 20 km/h Überschreitung innerorts folgt eine Anzeige und Verwarnung. Ein Führerausweisentzug erfolgt erst bei 21 km/h oder mehr. Ausserorts liegt die Grenze für den Entzug bei 30 km/h.
Wie lange dauert ein Entzug von 1 Monat?
Die Mindestdauer beträgt 1 Monat. Bei einem erstmaligen Verstoss innerhalb dieser Kategorie (21-24 km/h innerorts) ist nach einem Monat der Führerausweis wieder gültig. Bei Vorstrafen verlängert sich die Frist auf mindestens 4 Monate.
Betrifft ein Schweizer Entzug auch Franzosen?
Ja. Über das EU-Führerscheinübereinkommen werden Führerausweisentzüge international gemeldet. Ein Entzug in der Schweiz kann daher auch im Heimatland wirksam werden.
Was ist der Unterschied zwischen Rétention und Retrait?
Die Rétention (Sicherstellung) ist die vorläufige Massnahme direkt nach dem Vergehen für max. 3 Monate. Der Retrait (Entzug) ist die definitive administrative oder strafrechtliche Massnahme mit längerer Dauer.
Braucht man eine Aptitude-Prüfung nach dem Entzug?
Bei schweren Verstössen (Raserdelikte) ist eine Fahreignungsuntersuchung obligatorisch. Bei mittelschweren Erstverstössen ist sie in der Regel nicht erforderlich, kann aber bei wiederholten Verstössen angeordnet werden.
Welche Strafen gelten in einer Zone 50?
In einer Tempo-50-Zone gelten die normalen innerorts-Regeln. Ab 25 km/h Überschreitung (also 76 km/h gemessen) droht der Führerausweisentzug. Raserdelikte in 30-Zonen sind besonders hart sanktioniert.
Wie viel Promille hat man nach 2 Bieren?
Das hängt von Körpergewicht, Geschlecht und Zeitraum ab. Bei durchschnittlich 80 kg erreicht man nach zwei Bieren etwa 0,4-0,5 Promille. Die 0,5-Promille-Grenze kann bereits bei zwei Bieren überschritten werden.